Schulvermeidung in der KiJu-Therapie
Ein typischer KJP-Fall: Somatische Beschwerden, Schulvermeidung, besorgte Eltern — und die Herausforderung, alles unter einen Hut zu bringen.
Das Szenario
Emma ist 14 Jahre alt. Seit dem Klassenwechsel vor 3 Wochen geht sie nicht mehr in die Schule. Morgens klagt sie über Bauchschmerzen und Übelkeit — Symptome, die nachmittags zuverlässig verschwinden. Die Eltern sind verzweifelt: Der Vater wird morgens ungeduldig und drängt, die Mutter macht sich Sorgen um den Schulabschluss. Der Kinderarzt hat eine organische Ursache ausgeschlossen und überweist an Sie.
In der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (KJP) ist Schulvermeidung der häufigste Überweisungsgrund. Die Herausforderung: Sie arbeiten nicht nur mit Emma, sondern auch mit den Eltern. Einzelsitzungen, Elterngespräche, möglicherweise Schulkontakte — alles muss dokumentiert werden, getrennt, aber im Zusammenhang.
| Detail | Angabe |
|---|---|
| Patient:in | Emma, 14 Jahre |
| Symptome | Schulvermeidung, somatische Beschwerden (Bauchschmerzen, Übelkeit), sozialer Rückzug |
| DD | F93.0 Emotionale Störung mit Trennungsangst / F40.2 Spezifische Phobie / F93.8 Sonstige |
| Setting | KJP-Praxis, Einzel + Elternsitzungen |
| Herausforderung | Multi-Party-Therapie dokumentieren, altersgerechte Diagnostik, Elternarbeit integrieren |
Ohne vs. mit DUKTUS PRO
Ohne DUKTUS PRO
- Erwachsenen-Dokumentationsvorlagen für KiJu-Fälle zweckentfremden
- Elterngespräche und Einzelsitzungen in derselben Akte vermischen
- KiJu-spezifische Leitlinien separat nachschlagen
- Keine altersgerechten Assessment-Empfehlungen
- Somatische DD manuell in Doku integrieren
- Schulkontakt-Dokumentation in freiem Format
Mit DUKTUS PRO
- KiJu-Modus: Sprache, Interventionen und Leitlinien angepasst
- Einzel- und Elterndokumentation klar getrennt in einer Akte
- Altersgerechte Diagnostik und Interventionsvorschläge
- KiJu-spezifische S3-Empfehlungen automatisch referenziert
- Differentialdiagnostik inkl. somatischer Ausschluss
- Behandlungsplan mit Multi-Party-Struktur
Schritt für Schritt
KiJu-Spezialisierung aktivieren
In den Einstellungen → KI-Assistent stellen Sie die Spezialisierung auf „Kinder & Jugendliche". Die KI passt Sprache, Interventionen und Leitlinien-Referenzen an die KiJu-Therapie an.
Patientin anlegen (14 Jahre)
Legen Sie Emma als neue Patientin an. Das Alter 14 aktiviert automatisch KiJu-spezifische Assessments und Dokumentationsvorlagen.
Erstgespräch dokumentieren
Im Chat beschreiben Sie: „14 J., Schulvermeidung seit 3 Wochen, morgens Bauchschmerzen und Übelkeit, die nachmittags verschwinden. Eltern berichten sozialen Rückzug seit Klassenwechsel." Die KI liefert eine differentialdiagnostische Einordnung: F93.0 vs. F40.2 vs. F93.8.
Elterngespräch separat dokumentieren
Führen Sie das Elterngespräch und dokumentieren Sie es separat: „Eltern berichten zunehmende Konflikte morgens, Vater wird ungeduldig, Mutter macht sich Sorgen um Schulabschluss." Die KI hält Einzel- und Elterndokumentation getrennt.
Altersgerechte Interventionen
Die KI schlägt KiJu-spezifische Interventionen vor: Stufenweise Schulrückkehr (S3-Empfehlung), Angstbewältigungstraining, Elterntraining zur Reduktion von Vermeidungsverstärkung, ggf. Schul-Kooperation.
Behandlungsplan mit Eltern-Komponente
Erstellen Sie einen Behandlungsplan, der Einzeltherapie (wöchentlich), Elternsitzungen (14-tägig) und Schul-Kooperation (bei Bedarf) integriert. Alles in einer Patientenakte, aber klar getrennt.
Genutzte Funktionen
Klinischer Hintergrund
Schulvermeidung (School Refusal) betrifft 1-5% aller Schulkinder und ist der häufigste Vorstellungsgrund in KJP-Praxen. Die Differentialdiagnostik umfasst Trennungsangst (F93.0), soziale Phobie (F40.1), spezifische Phobien (F40.2), Schulangst und Schuleschwänzen — mit unterschiedlichen Behandlungsansätzen. Die S3-Leitlinie empfiehlt eine stufenweise Schulrückkehr kombiniert mit KVT-basierter Angstbewältigung und begleitender Elternarbeit.
Klinische Verantwortung
Bei Schulvermeidung ist die Differentialdiagnostik entscheidend: Schulangst (angstbedingt) und Schuleschwänzen (dissozial) erfordern grundlegend unterschiedliche Interventionen. Schließen Sie organische Ursachen aus und beziehen Sie bei Bedarf die Schule mit ein.
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