DBT-Kettenanalyse nach Krise
Selbstverletzung zwischen den Sitzungen — strukturiert aufarbeiten mit DBT-spezifischer KI-Unterstützung, Kettenanalyse und Skills-Empfehlungen.
Das Szenario
Frau L. ist 27 Jahre alt, Diagnose: Emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ (F60.31). Sie ist in der 16. Sitzung, die Therapie läuft im Rahmen eines DBT-Programms. In dieser Woche ruft sie zwischen den Sitzungen an: Sie hat sich nach einem Streit mit ihrer Partnerin am Oberschenkel geritzt. Es ist das erste Mal seit 8 Wochen.
Sie kennen das Muster: Interpersoneller Konflikt → intensive Emotion (Wut/Scham) → Spannungszustand → Selbstverletzung als dysfunktionale Emotionsregulation. Aber Sie müssen es jetzt sauber aufarbeiten — mit einer strukturierten Kettenanalyse, die Frau L. hilft, den Ablauf zu verstehen und alternative Strategien zu entwickeln.
| Detail | Angabe |
|---|---|
| Patient:in | Frau L., 27 Jahre |
| Diagnose | F60.31 Emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ |
| Sitzung | 16. Sitzung, DBT |
| Krise | Selbstverletzung (Ritzen) nach 8 Wochen Abstinenz |
| Herausforderung | Strukturierte Aufarbeitung ohne Vorwurf, alternative Strategien erarbeiten |
Ohne vs. mit DUKTUS PRO
Ohne DUKTUS PRO
- Kettenanalyse auf Papier/Whiteboard
- DBT-Terminologie im Kopf behalten
- Skills-Auswahl aus dem Gedächtnis
- Dokumentation der Kettenanalyse manuell
- Kein systematischer Abgleich mit früheren Krisen
- Follow-Up-Planung separat notieren
Mit DUKTUS PRO
- KI strukturiert Kettenanalyse automatisch
- DBT-Modus: KI spricht in DBT-Terminologie
- Passende Skills-Empfehlungen basierend auf Analyse
- Dokumentation in der Patientenakte integriert
- KI-Gedächtnis: Vergleich mit früheren Krisenepisoden
- Follow-Up automatisch geplant
Schritt für Schritt
DBT als Therapieansatz einstellen
In den Einstellungen → KI-Assistent wählen Sie „DBT" als Therapieansatz. Ab jetzt spricht die KI in DBT-Terminologie: Kettenanalysen, Skills-Empfehlungen, Modus-Modelle.
Workflow „Emotionsregulation" starten
Im Workflow-Modus wählen Sie „Emotionsregulation". Der Workflow führt durch 4 Schritte: Emotion identifizieren, Funktion verstehen, Strategie wählen, Übung planen.
Auslöser und Emotion benennen
Im Chat beschreiben Sie: „Patientin hat sich zwischen den Sitzungen geritzt. Auslöser: Streit mit Partnerin am Donnerstagabend. Emotion: Wut → Scham → Leere."
KI erstellt Kettenanalyse
Die KI strukturiert eine vollständige Kettenanalyse: Vulnerabilitätsfaktoren → auslösendes Ereignis → Gedanken/Gefühle → Handlungsimpuls → Problemverhalten → kurzfristige Konsequenz → langfristige Konsequenz. Inklusive alternativer Handlungsoptionen.
Skills-Empfehlung
Basierend auf der Kettenanalyse empfiehlt die KI passende DBT-Skills: TIPP (Temperatur, Intensive Bewegung, Paced Breathing, Progressive Muskelentspannung) für den akuten Moment, STOP-Skill für den Handlungsimpuls.
Dokumentation und Follow-Up
Die Kettenanalyse wird strukturiert in der Patientenakte gespeichert. Für die nächste Sitzung plant die KI ein Skills-Review und ein Check-In zur Umsetzung der alternativen Strategien.
Genutzte Funktionen
Klinischer Hintergrund
Die Kettenanalyse (auch: Verhaltensanalyse) ist eine Kernintervention der DBT nach Linehan. Sie macht den Ablauf von der Vulnerabilität über den Auslöser bis zur Konsequenz explizit — und schafft damit die Grundlage für Veränderung. Die S3-Leitlinie Borderline-Persönlichkeitsstörung (DGPPN) empfiehlt DBT mit Evidenzgrad Ia.
Klinische Verantwortung
Bei aktiver Selbstverletzung klären Sie immer die aktuelle Suizidalität (→ Krisenintervention). Die Kettenanalyse ist ein therapeutisches Werkzeug zur Aufarbeitung — sie ersetzt keine akute Krisenintervention.
Verwandte Anwendungsfälle
Krisenintervention bei Suizidalität
Wenn Selbstverletzung mit Suizidalität einhergeht — strukturiertes C-SSRS.
Therapieverlauf objektiv messen
Krisen im Kontext des Gesamtverlaufs bewerten — mit ORS/SRS-Monitoring.
Jetzt ausprobieren
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