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Workflows

Workflows sind geführte klinische Prozesse für häufige therapeutische Aufgaben. Jeder Workflow führt Sie Schritt für Schritt durch einen strukturierten Ablauf.

STATUS

Der Workflow-Modus ist im Chat-Bereich verfügbar. Wählen Sie den Modus "Workflows" und dann den gewünschten Workflow aus der Liste.


Verfügbare Workflows

DUKTUS PRO bietet 10 geführte Workflows:

Nr.WorkflowSchritteBeschreibung
1Verhaltensexperiment4Hypothese aufstellen, Experiment planen, durchführen, auswerten
2Verhaltensaktivierung4Aktivitätsprotokoll, Werteorientierung, Planung, Review
3ORS & SRS Session-Feedback3Outcome Rating + Session Rating für Therapie-Monitoring
4SORKC-Verhaltensanalyse5Situation, Organismus, Reaktion, Kontingenz, Konsequenz
5Kognitive Umstrukturierung5Situation, Gedanke, Emotion, Beweis, Alternative
6Emotionsregulation4Emotion identifizieren, Funktion, Strategie, Übung
7Diagnostische Erstsitzung4Anamnese, Diagnostik, Hypothesen, Behandlungsplanung
8Verlaufskontrolle3Symptomcheck, Fortschrittsbewertung, Anpassung
9Krisenintervention4C-SSRS, Sicherheitsplan, Intervention, Follow-Up
10Erstantrag Psychotherapie PTV33Diagnostik, Behandlungsplanung, Antragstext

Verhaltensexperiment

Geführter Prozess zur Planung und Auswertung verhaltenstherapeutischer Experimente.

Schritte

  1. Hypothese — Automatischen Gedanken und Vorhersage formulieren
  2. Experiment planen — Konkretes Verhalten, Situation und Zeitrahmen festlegen
  3. Durchführung — Beobachtungen und tatsächliches Ergebnis dokumentieren
  4. Auswertung — Vergleich Vorhersage vs. Realität, neue Überzeugung ableiten

Verhaltensaktivierung

Strukturierte Aktivitätsplanung bei Antriebsminderung und depressiver Symptomatik.

Schritte

  1. Aktivitätsprotokoll — Aktuelle Tagesstruktur erfassen
  2. Werteorientierung — Persönliche Werte und zugehörige Aktivitäten identifizieren
  3. Aktivitätsplanung — Konkrete, erreichbare Aktivitäten einplanen
  4. Review — Umsetzung bewerten und anpassen

ORS & SRS Session-Feedback

Routine Outcome Monitoring mit dem Outcome Rating Scale und Session Rating Scale.

Schritte

  1. ORS ausfüllen — Outcome Rating Scale (0-40) zur Erfassung des Befindens
  2. Sitzung durchführen — Therapeutische Arbeit mit Bezug auf ORS-Ergebnisse
  3. SRS ausfüllen — Session Rating Scale (0-40) zur Bewertung der Sitzungsqualität

HINWEIS

ORS und SRS können auch als eigenständige Assessments durchgeführt werden. Siehe Assessments.


SORKC-Verhaltensanalyse

Vollständige verhaltensanalytische Fallkonzeption nach dem SORKC-Modell.

Schritte

  1. Situation — Auslösende Situation beschreiben
  2. Organismus — Biologische, kognitive und emotionale Variablen erfassen
  3. Reaktion — Verhalten auf motorischer, kognitiver und physiologischer Ebene
  4. Kontingenz — Zusammenhang zwischen Reaktion und Konsequenz
  5. Konsequenz — Kurz- und langfristige Folgen (Verstärkung/Bestrafung)

Kognitive Umstrukturierung

Geführter Prozess zur Identifikation und Modifikation dysfunktionaler Kognitionen.

Schritte

  1. Situation — Auslösende Situation beschreiben
  2. Automatischer Gedanke — Dysfunktionalen Gedanken identifizieren
  3. Emotion & Verhalten — Emotionale und Verhaltensreaktion erfassen
  4. Evidenzprüfung — Belege für und gegen den Gedanken sammeln
  5. Alternative — Realistischen, ausbalancierten Gedanken formulieren

Emotionsregulation

Strukturierter Prozess zur Erarbeitung von Emotionsregulationsstrategien.

Schritte

  1. Emotion identifizieren — Primäre und sekundäre Emotionen benennen
  2. Funktion verstehen — Welchen Zweck erfüllt die Emotion?
  3. Strategie wählen — Passende Regulationsstrategie erarbeiten
  4. Übung planen — Konkrete Übung für den Alltag vereinbaren

Diagnostische Erstsitzung

Geführter Ablauf für die erste diagnostische Sitzung mit neuen Patient:innen.

Schritte

  1. Anamnese — Aktuelle Beschwerden, Vorgeschichte, biografische Anamnese
  2. Diagnostik — Hypothesengeleitete Diagnostik (ICD-10-GM)
  3. Hypothesen — Vorläufige Fallkonzeption und Differenzialdiagnosen
  4. Behandlungsplanung — Therapieindikation und vorläufiger Behandlungsplan

Verlaufskontrolle

Kompakter Workflow zur regelmäßigen Überprüfung des Therapiefortschritts.

Schritte

  1. Symptomcheck — Aktuelle Symptombelastung im Vergleich zum Vorbefund
  2. Fortschrittsbewertung — Zielerreichung und Veränderungen evaluieren
  3. Anpassung — Therapieplan bei Bedarf anpassen

EMPFEHLUNG

Kombinieren Sie die Verlaufskontrolle mit PHQ-9/GAD-7 Assessments für objektive Messwerte. Siehe Assessments.


Krisenintervention

Strukturiertes Notfall-Protokoll mit C-SSRS-Integration für akute Krisensituationen.

INDIKATIONEN FÜR KRISENINTERVENTION

  • Akute Suizidalität oder Selbstverletzung
  • Schwere depressive Episode mit Hoffnungslosigkeit
  • Akute Belastungsreaktion nach Trauma
  • Patient:in äußert konkrete Suizidpläne

C-SSRS Integration

Der Workflow integriert die Columbia Suicide Severity Rating Scale:

RisikostufeBeschreibungEmpfehlung
Niedriges RisikoPassive Gedanken, kein PlanMonitoring
Mittleres RisikoAktive Gedanken, unspezifischVerstärktes Monitoring, Krisenplan
Hohes RisikoKonkreter Plan, VorbereitungSofortige Intervention, ggf. stationäre Einweisung

Schritte

  1. Risikoeinschätzung (C-SSRS) — Standardisierte Suizidalitäts-Bewertung
  2. Sicherheitsplan erstellen — Warnzeichen, Bewältigungsstrategien, Notfallkontakte
  3. Intervention dokumentieren — Getroffene Maßnahmen, Vereinbarungen
  4. Follow-Up planen — Nächster Termin, Telefonkontakt, ggf. Einweisung

Erstantrag Psychotherapie PTV3

Geführter Prozess zur Erstellung eines PTV3-Antrags für Kurzzeittherapie.

Schritte

  1. Diagnostik — ICD-10-GM Diagnosen, Symptomatik, Psychopathologie
  2. Behandlungsplanung — Therapieziele, geplante Interventionen, Prognose
  3. Antragstext — KI-generierter PTV3-Antragstext zur Prüfung und Freigabe

ZEITERSPARNIS

Der PTV3-Workflow spart ca. 75% der üblichen Bearbeitungszeit (von 2 Stunden auf ca. 20 Minuten).


Tipps für effektive Workflow-Nutzung

  • Regelmäßige Assessments — PHQ-9/GAD-7 alle 2-4 Wochen für objektive Verlaufskontrolle
  • KI-Gedächtnis — Workflow-Ergebnisse fließen automatisch ins Memory-System ein
  • Kombination — Workflows können mit Templates und Assessments kombiniert werden

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Stand: März 2026